Die "Gringos Locos" waren diesen Winter in Costa Rica, ein paar Büdln und Gschichtln gibt´s hier.
Vor 30 Stunden noch im feuchtkalten Mitteleuropa und jetzt sind die 5 Gringos aus A, D und CH im subtropischen Costa Rica! 2h fahren wir noch vom Flughafen SAN JOSE bis zu unserem Quartier in LA VIRGEN, für das letzte Stück rauf zu unserem Quartier Finca Pedro braucht unser Fahrer 3 Anläufe, zu steil ist der morastige Weg! Nicht weit von hier ist der POZO AZUL mit einem fahrbaren 10m Wasserfall, die Boote müsste man aber ein Stück rein und wieder raustragen, wir sind lieber faul und besuchen diesen herrlichen Badeplatz ohne Schiffe!
Unser Einstiegsbach ist der einfachere MITTLERE SARAPIQUI (bis WWIII), mit flotten Schwällen, manchmal verblockt, fließt er unweit der Straße durch schöne Landschaft. Die einheimischen Kinder fahren mit den altbewährten Reifenschläuchen runter, auch einmal eine bessere Spur wie wir!
Am nächsten Tag wollen wir auf richtiges WW, also auf zum OBEREN SARAPIQUI (WWIV). Pedro bringt uns mit seinem 30 Jahre alten Landrover zum Einstieg, der grüne Fluss startet hier gleich mit einer verblockten Gefällestrecke, wow! Im Zick Zack geht’s zwischen den Blöcken durch, dann wird’s wuchtig und steiler „mit dem Hauptwasser runter und nicht in die Löcher“ lautet unser Plan, der auch so halbwegs funktioniert!
Nach kurzer Entspannungsfahrt kommt der nächste steilere verblockte Schwall, hier quetscht sich die arme Heike ihre Fingern blutig, sie muss abbrechen und 1km am Ufer zurück, das dauert 1h. Mit einem "bis zum Heiraten wird’s wieder gut" verabschieden wir uns... Die ersten 2km bringen teilweise unübersichtliche Schwierigkeiten am laufenden Band, uns wird gar nicht langweilig! Eine Stelle heißt ME GUSTA, das bedeutet "Mir gefällt’s", uns gefällt dieser löchrige Katarakt aber erst nach eingehender Begutachtung!
Die Schwierigkeiten nehmen ab, jetzt haben wir auch beide Augen für den Regenwald des SARAPIQUI, dichte Vegetation bis runter zum Wasser, riesige Bäume, eindrucksvoll bis zum Ausstieg! Am Abend lernen wir das Nationalgericht der Costa Ricaner (Ticos) kennen: Das "Casado" ist ein deftiges Gericht mit Bohnen, Reis, Gemüse, Fleisch, Huhn oder Fisch mit einer scharfen Chili Soße, dazu gibt es gutes „Imperial“ Bier, leider macht sich hier die Unsitte der Amis breit, das Bier mit Eiswürfeln zu servieren…
Der nächste Fluss ist der OBERE TORO, die Fahrt auf dem grüngrauen Fluss beginnt in einer herrlichen Urwaldschlucht mit flotten Schwallstrecken, Prallwänden, Stufen, Walzen und Löchern! Raftguides haben uns vor dem gefährlichen 5. Rapid gewarnt, gespannt fahren wir um jede Kurve, war das jetzt ein Rapid oder nicht? Wir finden die Stelle, eine Gefällestrecke mit Felsen und Löchern in der Ausfahrt, aber halb so wild, wir haben uns umsonst gefürchtet!
Ab halber Strecke nehmen die Schwierigkeiten ab, trotzdem zeigt uns der Toro immer wieder seine Hörner und überrascht uns mit schwierigeren Stellen! Die Schlucht geht zu Ende, der Fluss wird breiter, teilt sich öfter in mehrere Arme, die sich dann mit wuchtigen Wellenzügen wieder vereinen. Der Toro ist ein Highlight in Costa Rica!
SUCIO heißt unser letzter Fluss in diesem Gebiet, SUCIO bedeutet "der Schmutzige", eisen- und schwefelhaltiges Lavageschiebe färben das Wasser braun, diese Suppe hinterlässt überall eine raue Schicht, schmeckt etwas bitter und brennt in den Augen! Der SUCIO hat oft starke Hochwässer die das gesamte Flussbett immer wieder umpflügen, die Stellen verändern sich jährlich. Wir haben relativ viel Wasser, trotzdem lauern viele Blöcke nur knapp unter der trüben Wasseroberfläche und wollen uns aus dem Konzept bringen, aber wir wollen hier nicht mit der Birne unter Wasser! Oft verengt sich der Fluss und donnert steile Katarakte runter, erreicht hier WWV, manche Stellen sind uns zu heiss…
Nach 2/3 der Strecke mündet der RIO PATRIA und verdoppelt die Wassermenge, na Halleluja… Wider Erwarten nehmen die Schwierigkeiten aber ab, mit relativ offenem WWIV und manchmal über 2m hohen Wellen geht’s dem Ausstieg entgegen. So und nach dieser aufregenden Fahrt haben wir uns ein paar Tage Erholung an der KARIBIK verdient!











Toll wwann kommt der nächste Teil.
Ich warte auf Pacuare,(obere und untere Pacuare)und noch eine Frage,was ist mit Pascua und Peralta? Gefahren oder nicht.
Etwa in 1-2Wo kommt Teil 2, auf dem Reventazon sind wir den Casa Maquina Abschnitt gefahren, Peralta Run wurde wegen höherer Gewalt leider nix. Teil 3 bringt dann den Pacuare. LG Peter
Danke für deine Antwort.....Ich wartet ungeduldig diese 2 Wochen.
Wie man sehen kann hat ihr a gaude gehabt!!!!!!!!!!!!!
Ich bin selber ein mal Peralta gefahren,es war super, aber du kannst sicher sein da fahre ich nie wieder.
Lg Julio
Hi Peter,
schoener Artikel und witzige Bilder, vor allem die beiden Teufelchen....
Sonnigste Gruesse aus Ecuador
Lothar
Super Bericht!
Ich bekomme schon beim ansehen der Bilder einen Schweißausbruch!
Bin auf den zweiten Teil gespannt!
Gruß
Guido
Das ist ein wirklich toller Bericht!! Besonders die Fotos gefallen mir sehr! Costa Rica muss echt toll zum Paddeln sein!
Coole Fotos