Achstürze Komplettbefahrung 2005

Im Ötztal wurden in den letzten Tagen die Achstürze mehrmals vollständig bewältigt. Der extremste Wildfluß Österreichs ist durchgehend befahren, ein Meilenstein in der alpinen Paddelgeschichte!

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Ötz Mauracher

Klaus Krupka an der vorletzten Stelle der Achstürze

In den letzten Jahren wurden verschiedene erfolglose Versuche unternommen, die Achstürze der Ötztaler Ache durchgehend zu befahren. Bedingt durch die jährlichen Sommerhochwasser verlegen sich markante Stellen durch Treibholz, Steinbrüche und neue Syphone ständig. Für eine durchgehende Befahrung muss ebenso der Wasserstand genau stimmen; er darf nicht zu hoch und auch nicht zu niedrig sein.

Felix Lämmler

Der Schweizer Felix Lämmler

Klaus Krupka

Felix Lämmler

Klaus KrupkaBernhard Mauracher

Seit den vergangenen zwei Wochenenden wurden die Achstürze im Ötztal durch drei Kajakfahrer das erste Mal komplett und ohne zu Umtragen bezwungen.

Ötz Achstürze

gespannte Gesichter zu Beginn der Strecke

"Ötzfälle", so nennt sie der Schweizer Felix Lämmler, der vor letztes Wochenende die komplette Strecke als Erster ohne zu Umtragen meisterte. In einer beachtenswerten Solo-Fahrt im Hauptwasser glückte ihm ohne jegliche Sicherungshilfe eine Abfahrt, die höchsten Ansprüchen an Erfahrung, Können und Psyche genügen muss.

Achstürze Ötz

Dreierkombination am Start der dritten Stelle

Eine Woche später schaffte es ebenso eine Gruppe die Achstürze ohne Umtragestellen durchgehend zu befahren. Der "Lokalmatador" Bernhard Mauracher und sein Kollege Klaus Krupka, die es bereits vor zwei Jahren beinahe vollbrachten, haben damit ihren großen Traum erfüllt. Mit von der Partie waren Stefan Huber, der leider verletzungsbedingt abbrechen musste, Jan Henning, Christian Ninkus sowie Jürgen Nickles.

Ötz Achstürze

vierte Stelle und zugleich auch die Schwierigste

Am vergangenen Sonntag startete Bernhard Mauracher den erfolgreichen Versuch die ganze Strecke in einem Zug und ohne Auszusteigen zu meistern. Und natürlich ging es auch um die Schnelligkeit. Die Achstürze, die derzeit einen idealen Wasserstand führen, bezwang Bernhard in einer außerordentlichen Zeit von 4:30 Minuten. Dank optimalen Verhältnissen, ausgezeichneten Kenntnissen und einer hervorragenden Konstitution nutzte er die Befahrung ohne nennenswerte Schwierigkeiten.

Achstürze Ötz

Bernhard Mauracher am Ausgang der 4. Stelle

Ötz Mauracher

Mit diesen alpinen Meisterleistungen wurden der Ötztaler-Ache alle Wildwasser-Passagen Schritt für Schritt abgerungen, wenn auch bei verschiedenen Wasserständen und zu unterschiedlichen Jahreszeiten. Damit erfüllt sich bei den drei Alpinisten ein lang ersehnter Wunsch, einen der wenigen noch naturbelassenen Wildwasser der Alpen komplett befahren zu haben - und hoffentlich auch zukünftig zu können.

Ötz Achstürze

vorletzter Katarakt

Ötz Mauracher

"Die Achstürze befuhren wir schon oft und wir haben uns jede einzelne Stelle genauestens eingeprägt. Die Schwierigkeiten liegen nicht in der derzeitigen Schwierigkeitsskala", so Mauracher. Von einer Nachahmung ist unbedingt abzuraten, von Jahr zu Jahr kann sich die Situation völlig verändern.

Ötz Achstürze

Abschlusstufe der Achstürze

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4 Kommentare

  1. no-avatar

    Wahnsinnsleistung - Hut ab - gibt´s eigentlich in Österreich noch eine machbare Steigerung?
    Würd euch gern einmal in Hinterstoder auf der Strumboding sehen.
    Gratulation
    lg Herbert

  2. no-avatar
    Wolfgang Zimmermannvor 15 Jahren

    Respekt!
    Wär schön, wenn i au so gut fahrn könnt.

  3. no-avatar
    Heinz Ragossnigvor 15 Jahren

    gratuliere allen kayakerndie diese Stelle befahren haben,schon von den Bildern her ist der Fluss furchteinflössend,in natura muss er ja noch wilder sein,

  4. no-avatar
    Peter Dintervor 14 Jahren

    Allein das Bild von oben auf die Kurve vermittelt die wahre Wasserwucht, der Mann und Boot hier ausgesetzt sind. Wie merkt man sich die Idealroute auf einer solch langen Strecke? Selbst wenn sich die Route von selbst ergeben sollte, ist es ja nicht gesagt, dass man sie trifft, weil das Wasser woanders hin will. Oder werden die kurzen Knubbelkähne nicht so stark vom Wasser attacktiert wie unsere Viermetereimer im vorigen Jahrhundert?
    Trotz anderer Boote und besserer Ausrüstung ist diese Erstbefahrung der Achstürze als Meilenstein im freien Wildwassersport anzusehen. Gratuliere
    Peter

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