Im DKV - Führer beginnt die Beschreibung der Pielach dort, wo der Bach zum harmlosen Voralpenfluss [...]
Im DKV - Führer beginnt die Beschreibung der Pielach dort, wo der Bach zum harmlosen Voralpenfluss mutiert ist. Oberhalb, das heisst, auf den vier Kilometern unterhalb des Ursrunges wartet aber völlig unbekanntes und für Niederösterreich erstaunlich steiles, verblocktes, schwieriges Wildwasser mit einer Schlucht, Kaskaden und einem Wasserfall.
Einstieg ist etwa 2,5 Kilometer oberhalb des Autoabstellplatzes am Schranken beim Bauernhof Kowald bei einer alten Triftklause. Die Boote müssen getragen werden - Jagdsperrgebiet!
Der Wasserstand ist ideal, wenn man problemlos durch die große Öffnung der Klause fahren kann. Auf den ersten 300 Metern wird es schon ziemlich hurtig mit ordentlichem Gefälle und vielen Steinen (WW III+).
Danach wird es für etwa 400 Meter flacher, aber kaum weniger verblockt, bevor es nach einer scharfen Linkskurve ernst wird: eine verblockte Steilzone mit einem scharfen Rechtsknick sollte besichtigt werden (WW IV).
Danach kaum Kehrwässer, bevor die nächste noch deutlich steilere und noch verblocktere Steilzone folgt. Linie genau besichtigen und absichern (WW IV+). Danach ausbooten, mühsam zum Forstweg hochtragen und ca 150 Meter wegen Verklausung umtragen. Wenn die Strecke frei ist, liegt sie im Bereich III-IV.
Oberhalb der Kaskaden wieder steil absteigen und etwas flussaufwärts tragen bis zu einem größeren Kehrwasser. Hier einbooten und die folgenden drei Kaskaden nehmen. Die erste und höchste (2,5m) sollte genau angefahren werden und auf der Wasserzunge rechts des Schlitzes befahren werden, sonst evtl steckgefährlich. Achtung: Rücklauf der ersten Stufe - absichern!! Die zweite und dritte Stufe sind mittig zu fahren.
Danach Schluchtsrecke WW III-IV mit zwei etwa 1,2 Meter hohen Stufen, keine Kehrwässer.Die Ausstiegsstelle vor dem Wasserfall genau besichtigen, da Anhalten unmittelbar vorher kaum möglich.
Der Fall dürfte fahrbar sein (WW V), zieht aber stark nach links in eine nicht unterspülte Felswand. Anfahrt deshalb ziemlich schwierig. Umtragen am besten rechts möglich, aber steil und unwegsam.
Unmittelbar nach dem Wasserfall wieder einbooten. Danach noch ca. 500 Meter spritziges Wildwasser mit mehreren schönen Schwällen und Stufen. Danach leichter. Erster Ausstieg beim Autoabstellplatz. Unter der Holzbrücke noch ein Schwall. Weiterfahrt lohnend bis zu einer weiteren (Fussgänger) - Holzbrücke ca 1km oberhalb von Schwarzenbach. Mehrere Schwälle und Stufen sowie eine schwierigere Stelle: eine ca. 2,5 Meter hohe Stufe mit einem Schlitz, der bei zu wenig Wasser steckgefährlich ist. Danach schöner Pool.
Fazit: ein echtes Technikjuwel in NÖ, so zwischen Radmer und Rotmoosbach. Für die obersten 2,5 km sind mindestens 2 Stunden zu rechnen. Pegelinfo: Online - Pegel Hofstetten. Minimum etwa 210. Die tatsächliche Fahrbarkeit des beschriebenen Abschnittes ist aber erst oberhalb des Zusammenflusses der Pielach mit der Natters zu beurteilen.
Beschreibung von Fritz Kalteis und Günter Felbek.









Super Beschreibung - interessanter Bach - da haben sich eure "Ausforstungsarbeiten" wirklich gelohnt! LG Peter
ein echtes Schmankerl, kann mich der Meinung von Lg Peter nur anschliessen
echt interessant beschrieben. wann läuft die pilach am besten?