Ein Bericht aus der Mannschaftskabine des österreichischen Rodeonationalteams zum Eurocup Event in Plattling.
- Österreich war mit 11 Startern vertreten
- Daniel Herzig als einziger Österreicher im Semi-Finale; am Ende Platz 20
- ausgezeichnete mannschaftlich Leistung
- ÖM – so spannend wie noch nie!!!
Das alljährliche Kanufestival in Plattling gang dieses Wochenende wieder mal über die Bühne. Im Mittelpunkt stand naturgemäß der Europacup im Kajak-Freestyle.
Immer wieder wert, dabei zu sein ...
Das beachtliche Teilnehmerfeld umfasste allein bei den K1-Herren 80 Starter aus 10 Nationen. Österreich wurde dabei von 9 Herren und 2 Juniors vertreten. Wie schon in Lofer konnte die „Team-Mama“ Julia Prechtl gesundheitsbedingt nicht teilnehmen. Nichts desto trotz vernachlässigte sie ihre nationalen Verpflichtungen nicht und gesellte sich als Fan unter den Schatten ins Camp-Austria.
Zu den Fakten – Juniors:
Mit nur 0,39 Punkte setzte sich Lukas Seitner wiederholt vor seinem Freund Libert Walter durch und führt nun recht souverän die ÖM der Junioren an – ganz zum Unterschied zu den letzten Jahren. Luki legte nach seinen beiden Läufen die Latte nicht sonderlich hoch. Aber Liwi, dem der Spot - aus irgendwelchen Gründen auch immer – nicht liegt, konnte diese Chance nicht nutzen.
Liwi cleans up !Luki wheelt sich wiederholt vor Liwi ein.
K 1 – Herren:
Ganz anders sieht´s bei den Herren aus. Nach diesem Europacup sind die Karten in der österreichischen 2-Liga-Szene völlig neu gemischt.
In der „Ober-Liga“ gelang Daniel Herzig der Ausgleich in der ÖM-Wertung gegen Hannes Brandstätter. Nach verpatztem Start und anschließendem kurzem Kehrwasser-Sprint (den Slalomzeiten sei Dank!!!) zündete er den Turbo und kurbelte sich als einzige Österreicher mit einer wirklich soliden Performance in das Semi-Finale (Top 20) der europäischen Top-Elite. Im Semi-Finale am Sonntag qualifizierte sich Daniel mit 2 mittelmäßigen Runs leider nicht für die Top 5. Am Ende: Platz 20. Trotzdem: Gratulation!
Brändy fand während seinen beiden Quli-Läufen leider nie seinen gewohnten Rhythmus und platzierte sich am Ende auf dem undankbaren 21. Platz und verpasste somit das Semi-Finale knapp.
Mit diesem Ergebnis liegen nun beide ex-equo an erster Stelle der ÖM und lassen zur Halbzeit mächtig Spannung aufkommen.
Mit feiner Klinge - Brändy
Gleich viel Spannung bringt das Ergebnis aus der „Unter-Liga“ für den weiteren Verlauf der ÖM mit sich. Hansjörg Jaufenthaler gelang nach einem verpatzten ersten Lauf ein sensationeller zweiter und setzte sich damit vor seinem „ewigen“ OKC-Rivalen Veit Krösslhuber durch. Platz 31 und 32 in der Gesamtwertung.
HJ loopt sich auf Platz 3 der ÖM Wertung !
Boom, boom, boom, Veit ka boom!
Hinter Veit platzierte sich Christoph Hesse aus Graz, der damit seine gute Leistung aus Lofer unterstrich und dem Moser Hias.
Beim Setup - Hias Moser
Eine weitere Überraschung am Wochenende lieferte „Zipf der Zulehner“ mit der Platzierung vor dem Dritten der Vorjahres-ÖM Michael Strömer.
Tschojer Georg
Wie jedes Jahr wurde der Zeitplan von den Organisatoren wenig eingehalten, welches für Georg Tschojer erschwerte Bedingungen mit sich brachte und seine Quali-Läufe erst um 21:15 fahren konnte. Im Unterschied zum Rodeo startete die Party pünktlich und somit kamen die Fahrer aus den beiden letzten Heats zum Genuss von Live-Musik. Bei dieser Party war Österreich wiederum mannschaftlich stark vertreten und blieben deutlich länger als beim Rodeo im Rennen. Zum Glück waren nicht alle Rider so trink-engagiert und somit lebte zu später Stunde der Teamgeist erst richtig auf. Man half sich gegenseitig nach Hause und aus den Brennesseln.
Zur WhiteWaterChallenge:
Das Rodeo in Plattling war das Finale für die Robson-WhiteWaterChallenge. Nach dem Boatercross in Lofer und dem Hardcore-Rodeo in Bergheim gab es um den Sieg einen 3-Kampf zwischen Sepp Strohmaier, Daniel Herzig und Markus Hummel. Entschieden hat die Challenge zum ersten Mal Seppi Strohmaier und gewann damit das Preisgeld von 1.500 Euro.
Unverhofft kommt oft... Daniel als Opfer von Schorschi in seiner mobilen Badewanne
Resümee:
Unter dem Strich zeigt sich eine klare Tendenz: Österreich hat im Freestyle Kajak stark aufgeholt! Die Rider haben beachtlich am Niveau zugelegt – sicherlich auch die Früchte besserer Trainingsbedingungen in Graz – und brauchen in internationalen Vergleich keineswegs scheuen. „Wir mischen noch nicht einheitlich vorne mit, jedoch gibt dieses starke Mannschaftsergebnis viel Auftrieb und Motivation für die Zunkunft.“
Texted & pictured by: hj, hias & veit









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