Brandungssurfen im Atlantik - ein sonnig sandiges Urlaubsrezept von Finger Jürgen ...
Wer fährt nicht gerne ans Meer um einmal so richtig faul am Strand abzuhängen und sich die Sonne auf den Pelz brennen zu lassen? Klar, auch eingefleischte Kajak-Freaks können das geniessen - jedoch spätestens am 3. Tag kommt da so eine innere Unruhe auf - tödliche Langeweile. Da ist es schon recht tröstlich, wenn man den Surfern dabei zusehen kann, wie Welle um Welle angepeilt, aufgesessen und abgesurft wird.
Wohl dem, der neben Kind und Kegel auch in weiser Voraussicht ein Kajak aufs Dach gepackt hat, bevor die Urlaubsfahrt begann.
Die ersten Neugierigen Blicke treffen Dich dann spätestens wenn Du in voller Montur mit dem Boot am Strand auftauchst. An diesen Anblick ist man noch nicht so gewöhnt. Surfboards liegen massenhaft herum, Kajaks sind aber eher die Ausnahme.
Am besten Du suchst Dir einen Tag aus, an dem die Wellen ca. 1,5 m Höhe haben. So kannst Du Dich an die Besonderheiten gewöhnen und bekommst ein gutes Gespür für den Rhythmus der Wellen.
Die erste Schwierigkeit besteht darin unbeschadet durch die Brandungszone zu kommen. Beobachte die Abfolge der Wellen und Du stellst fest, dass immer mehrere kleinere Wellen sich mit mehreren höheren Krachern abwechseln. Es gilt die Fausregel, dass jede 7. die Größte ist. Diese gilt es abzupassen und dann im ablaufenden ruhigeren Wasser zügig loszupaddeln.
abwarten...... und los!
Wenn Du erst einmal den richtigen Moment erwischt, dann klappts auch. Wenn nicht, weißt Du, warum Du eifrig die Rolle trainiert hast und trotz Hitze nicht den Helm in der Strandmuschel deponierst. Im Fall der Fälle nicht zu lange mit dem Rollen warten, sonst erwischt Dich gleich die nächste Welle wie ein Hammer wenn Du wieder Oben bist.
Eine perfekte Rolle wird Dir zudem auch anerkennende Blicke der Wellenreiter einbringen. Vieleicht beneiden diese einen dafür, dass man so schön trocken sitzt?
und klatsch...und tschüß!
Zuweilen ist es in den sich brechenden Wellen schwer die Orientierung zu behalten, aber mit etwas Übung klappts dann auch über Brandungszone hinauszukommen und einzelne Wellen zu erwischen. Ideal, wenn man die Welle an der Schulter erwischt und so abreiten kann.
Wellen beobachten - geeignete Welle ausspähen - und Gas geben!Gewicht zusätzlich etwas nach vorn verlagern um schneller aufzugleiten.
Mit ein wenig Übung kann man sich dann auch an 2 m und höhere Wellen wagen. Spätstens jetzt sollte man aber auf Schwimmweste und einen 2. Mann nicht mehr verzichten. Safety first!
Durchgespült und abgekämpft - bei so einem Sonnenuntergang freut man sich dann schon auf den nächsten Tag zum "Brandungssurfen am Atlantik"
Tipp: Frau/Freundin und Flasche Rotwein nicht vergessen
Spot: Pays de Landes, Cap de l'homy plage, commune de Lit-et-Mixe, August 2004
Photos: Jürgen Finger, Melanie Finger
Paddler: Jürgen Finger, unbekannter Local









Da weckst Du schon wieder Urlaubswünsche! Super Beitrag, LG Peter
Super Bilder. Und es war super - denn ich bin der unbekannte Local (aus München !) und warte immer noch auf die CD mit den Bildern, die ein anderer "Local" (aus Freiburg ) gemacht hat.