Interview: "Brandy" Brandstätter

Unsere altbekannte WM-FürAllesUndJedenDa und frischbackene kajak.at - Korrespondentin Margret präsentiert: Ein gemütliches halbes Stündchen im Caféhaus mit Brandy.

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Neulich im Cyberspace
I denk mir grad: „Kein Schw... mailt mich an..“ Plötzlich popt das Fensterl auf „You got mail“. War’s der Jürgen Pulkrab
He, Margret, hättst net Lust, amal was für die kajak.at z’ schreiben ?
I ??? I kenn mi do gar net aus !
Des is ja des Guade, Objektivität, von außen betrachtet, nix Inzucht, vastehst ?
Vasteh.
Und was soll I schreiben ?
Interviews brauchat ma.
Super, Interviews san mei „Leibspeis“. Da kommt endlich wieder amal mei „Bunte Illustrierte“-Gen zum Einsatz.

Aber Jürgen, I hoff, dass Ihr mir da nix zahlts. I hab mi nämlich grad mit der WM in Graz dumm und deppert verdient und mecht jetzt net schon wieda a Geld, wo des mit die Rentenfonds derzeit gar net hinhaut.

Na, Margret, brauchst ka Angst habm, zahln tamma nix, hextns Spesenersatz.
Gott sei Dank, Jürgen, unter de Umständ gern, sehr gern !

Und damit beginnt nun - unter Umständen - eine Serie von Interviews/Porträts von Paddelgrößen aller Art, national und international, und mein erstes Opfer war der Brandy, naheliegend, weil, wie ich, in Graz ansässig.

Brandy Brandstätter

Interview mit Hannes „Brandy“ Brandstätter am 16.12.03 im Kunsthaus Café „Les Vipères“, Graz

Zuerst die nackten Fakten:

Name: Hannes „Brandy“ Brandstätter
Geb. :10.5.1980 in Villach, Kärnten
Beruf: Student der Sportwissenschaften im 6. Semester an der Grazer Uni
Berufswunsch: irgendwas mit Leistungsdiagnostik/Trainingssteuerung
Sportliche Ziele 2004: EM, Europa Cup, Dolomitenmann (2. Platz im Vorjahr)
Familienstand: ledig aber seit 3 Jahren schwer vergeben an Sandra aus Klagenfurt (da ortet der Kenner ein gewisses Konfliktpotential – Villach:Klågenfurt, das ist Brutalität)
Geschwister: 1 Schwester, derzeit Irland (der Liebe wegen)
Lieblingspaddelreviere: Korsika, Norwegen wär wieder schön

Hallo Brandy, wie geht’s ?
Kalt is.
Geh!!! Des is nur, weil’sd a Glatz’n hast.
I hab eh a Haub’n aufghabt. (Kann ich leider nicht bestätigen, weil ich zum Zeitpunkt seines Eintreffens gerade in meine Vanillemilch gestiert habe.)

Und ? Sonst ?
Schulterluxation.
Sonst noch was ?
Ja, verkühlt bin I.

(Schulterluxation ?? Der Kerl ist „grade mal“ 23 und hat schon die 2. Schulterluxation. I bin über 50 und hab noch immer kane. Ja, so verschieden san die Leit.)

Und wobei hast dir die Schulter luxiert?
Training. In der Halle!

Und jetzt ?
Is eh schon wieda ziemlich guat. Übrigens, des mecht I unbedingt, daß’d des einischreibst: Wenn sich jemand amal beim paddeln die Schulter luxiert, dann soll er sich bei mir melden. Man hört da so viel Negatives, dass Leute monatelang außer Gefecht sind und lange Zeit ihren Sport gar nicht oder nur mit Einschränkungen ausüben können. Meinen Arzt und sein Team, die kann ich echt empfehlen, Dr. Lajtai in der Privatklinik Althofen in Kärnten. 4 Wochen nach der Operation (das Labrum wurde mit 2 Ankern fixiert) bin ich, unter Aufsicht des Physiotherapeuten, wieder im Boot gesessen. (Wie Ihr am Schwenk ins Hochdeutsche leicht erkennen könnt, ist das eine Passage, die dem Brandy wirklich am Herzen liegt, was ich mit Hilfe dieses Stilmittels auch besonders unterstreichen möchte. Echt, kontaktierts den Brandy , wenn’s Schulterprobleme habts ! hannes.brandstaetter@gmx.at.)

Brandy Brandstätter

Wie und wo hast zum Paddeln angefangen ?
Mit der Family auf der Soca.
Da Vati war Leistungssportler, Säbelfechter. Nach seiner aktiven Zeit haben meine Eltern eine Sportart gesucht, die sie gemeinsam ausüben konnten.
Und so kam die gesamte Familie Brandstätter zum Paddeln.
Schwester Brigitte betreibt in Irland sehr erfolgreich (im Team Weltmeisterin, im Einzelkampf Silber und Bronze) eine Variation, das Kajaksurfen.

Was ist von der Kajak Rodeo WM in Graz geblieben?
Eine schöne Erinnerung, das Gefühl, dass Graz ein Superspot wär’, wenn der Spot super wär. Der „Terminator“ macht einfach keinen Spaß, man hat nicht jeden Tag Lust, sich aufmischen zu lassen. Für die WM war’s OK, aber um öfter reinzufahren und mehr Sportler nach Graz zu locken, müsste die Walze „entschärft“ und am besten in eine Welle umgebaut werden. Bestrebungen in diese Richtung gibt’s ja. Der Michael Strömer weiß da mehr drüber. (Aha, der ist mein nächstes Opfer!)

Und trainierst schon wieder fleissig ?
Naja, so schnell geht’s dann auch wieder nicht, bin derzeit eher passiv tätig. Der Grazer Kanu Club (GKC) ist unlängst umstrukturiert worden, der Manuel Köhler ist jetzt Obmann, die Uschi Profanter Schriftführerin, und ich bin Kassier. Für 20€ im Jahr plus einen kleinen Unkostenbeitrag kann jeder 2x wöchentlich (Mo 16.00/Mi 18.00) Krafttraining mit Manuel bzw. mir im BORG Monsbergergasse und donnerstags (15.45 –16.45) Rollen/Rodeotraining im ATG machen.
Es gibt also genügend Gelegenheit, auch im Winter zu trainieren. Es wär schön, wenn die in Graz wohnenden Paddler mehr von diesen Möglichkeiten Gebrauch machen würden und sich wieder eine starke Szene bilden würde. Dies gilt natürlich auch für Gesamtösterreich, es wäre schön wenn wir 2004 wieder mehr heimische Starter bei den österreichischen Rodeos hätten.

Brandy Brandstätter

Wie schaut’s aus mit Sponsoren ?
Mit Kohle eher schlecht. Aber die Ausrüstung, meinen „Red Fred“ und das Paddel, krieg ich vom Robson. (Der übrigens grad wirklich eine offenbar sehr fesche Frau derheiratet hat. Wie kommt der Robson zu so ana Frau ??? fragt sich nicht nur das Kanu Magazin.). Ganz gut Geld verdienen lässt sich’s bei Staffelbewerben wie dem RedBullDolomitenmann und der Outdoortrophy. Unterstützung gibt’s dank Gerhard Peinhaupt auch von Seiten des Clubs.

Und im OKV, tut sich da was in Sachen Rodeo?
Net, wirklich. Aber da fragst am besten den Didi, der kann dir da so einiges erzählen. (Lechz: Ein weiteres Opfer...)

Ja, Brandy, danke, des war’s amal für heut. Frohe Weihnachten.
Servas.

...

Halt, Brandy, des Foto mit Dir und dem Kunsthaus ...

Aber da war er schon eingetaucht ins Grazer Vorweihnachtsschneegestöber, und da ich auch seine Haube nicht gesehen hatte ... ka Chance.
Aber wozu gibt’s Programme wie den Photoshop und flüchtige Paddelbekanntschaften wie den Arnold Zimmermann. Mit dieser Kombination kann man die Realität heutzutage schon täuschend echt nachstellen.

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