Report: WWF Riverwatcher

Eine Presseaussendung des WWF über die Riverwatcher Kampagne.

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Nachfolgend ein Bericht des WWF über die Riverwatcher Kampagne.
Eine umfassende Auflistung mit detailierter Beschreibung aller Bundesländer gibt es unter: www.wwf.at/downloads/Jahresabschluberich10-12-03.pdf

Jahr des Wassers - kein Platz für Flüsse!
Erste detaillierte Flussbilanz für Österreich
Wien, am 11.12.2003 - Etwa 120 Flusskilometer Verschlechterung stehen 33 Kilometern
Verbesserung an österreichischen Flussabschnitten gegenüber. So die ernüchternde
Bilanz der WWF-Kampagne Riverwatch, die heute im Rahmen einer Pressekonferenz
veröffentlicht wurde. "Das Jahr des Wassers ging 1:4 gegen die Flüsse aus. Wohl
nie zuvor wurde so positiv geredet und derart negativ gehandelt," so Ulrich Eichelmann,
Wasserexperte des WWF.

Auch Prof. Dr. Mathias Jungwirth von der Universität für
Bodenkultur in Wien sieht die Situation der Flüsse kritisch: "Zahlreiche Life-Projekte
zeigen, dass es durchaus in die richtige Richtung geht. Doch von Seiten der Politik
braucht es neben dem klaren Bekenntnis zur EU-Wasserrahmenrichtlinie vor allem
mehr Geld um die Ziele der Richtlinie zu erreichen."
Mit der härtesten Unterschriftenliste, den "Rolling Stones der Flüsse", fordern
der WWF und alle RiverwatcherInnen Bundesminister Josef Pröll auf, endlich seinen
schönen Worten Taten folgen zu lassen. Rund 300 RiverwatcherInnen beobachteten
im Jahr des Wassers 176 Bäche und Flüsse. Damit entstand eine noch nie da gewesene
Bilanz aus Zahlen und Fakten über den Zustand österreichischer Fließgewässer.

"Eines zeigte sich ganz klar: nicht Aufweitung und Renaturierung waren typisch
für 2003, sondern Verbau und Regulierung," erläutert Eichelmann. Ufergehölz wurde
im großen Stil gerodet, 39 neue Kraftwerke vorbereitet und zahlreiche Flussläufe
reguliert. Sehr bedenkenswert sind auch die geplanten Eingriffe in bestehende
Schutzgebiete, wie z.B. an Erlauf, Sulm und Lainsitz.
Erfolge
Dem WWF ist es mit Riverwatch gelungen, ein Netzwerk von Menschen aufzubauen,
die sich um die heimischen Flüsse kümmern. An der Ybbs in Niederösterreich und
am Niedergailbach in Kärnten beispielsweise sieht es gut aus, dass Kraftwerksprojekte
abgewendet werden. In Tirol wurden außerdem durch das Engagement des WWF 40 der
60 geplanten Kraftwerksprojekte auf Eis gelegt.
Österreich hat sich mit der Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet, bis 2015 an
den heimischen Flüssen einen guten Zustand zu erreichen. Weiters sieht die Richtlinie
ein Verschlechterungsverbot vor.

Riverwatch war im Jahr des Wassers der Beitrag
des WWF, die Situation an Österreichs Flüssen aufzuzeigen und Menschen für den
Lebensraum Fluss zu begeistern. "Österreich läuft jedoch in die falsche Richtung,
darum werden wir diese Flussbilanz auf jeden Fall auch nach Brüssel schicken,"
so Eichelmann abschließend.
Weitere Informationen:
Isabella Tömpe, WWF Öffentlichkeitsarbeit, 0676/83488280
Ulrich Eichelmann, WWF Wasserexperte, 0676/83488279

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