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Beim Langlaufen in Bärnkopf Anfang Jänner kamen wir beim Forsthaus Zilleck an einigen Quellbächen vorbei, die, eingebettet in fast einem Meter Pulverschnee, sich als Sarmingbach herausstellten.
Dieser Bach fließt, ähnlich seinem östlichen Nachbarn, der Kleinen Ysper, geradewegs nach Süden zur Donau und überwindet dabei 770m auf nur 25 km, ein Rekord im Bereich der linken Donauzubringer! Im Gegensatz zur Ysper befindet sich seine spektakuläre Steilstufe unmittelbar an der Mündung, 170 m auf nur 1200 m, unbefahrbar, aber sehenswert. Unterhalb von Waldhausen ist der Bach etwa 3 m breit, ein Projekt für expeditionshungrige Paddler.
Beim Durchsurfen der Kajak.at - Flußdatenbank entdeckte ich vor kurzem den Giessenbach (westlicher Nachbar), der bis zum Eingang der Stillensteinklamm bereits befahren worden ist, ein Ansporn mehr.

Als am 28.1.2002 die Schneemassen des Weinsberger Waldes nach mehrtägigem Tauwetter die Eisdecken gesprengt hatten, hielt ich es im Büro nicht mehr aus. Einen Partner schnell für Dienstag zu finden, war nicht einfach, doch Christl war für jeden Bach zu begeistern. Frühmorgens standen wir am Bach, die Wasserführung von knapp 2 m3/s reichte durchaus. Die Waldschlucht nach der Dobmühle erkundeten wir gewissenhaft, ein langer Umtrager sollte uns nicht schrecken. Leider entpuppte sich die klingende „Wolfsschlucht“ als zu schmales Bächlein, sodass wir erst unterhalb des Badesees von Waldhausen einbooteten. Mit dem notaktivierten, alten Klapprad hatte ich die 5 km Strecke schnell ausgependelt.
Nach der netten, regulierten Ortsdurchfahrt von Waldhausen folgte ein Wehr, dann ein Mäanderdschungel. 3 km weit kämpften wir uns durch Weidengestrüpp, dann erreichten wir endlich die Dobmühle. Die nächsten 40 Höhenmeter nach dem Wehr sind interessant und schnell umtragen. Für Riedlhammer-Freaks finden sich auch befahrbare Stellen. Im Ausgang der Steilzone konnte ich eine schöne Bobbahn (WW IV-) befahren, nachdem ich einen Baum zersägt hatte. Nur 1 km lang ist die Waldschlucht, dann folgt noch eine große Mäanderschlinge, bevor die Brücke an der Abzweigung nach Gloxwald zum Aussteigen zwingt. Wie meinte der Landwirt: „Also Boot hab I da a no kaans gesehn“ - wird er wohl auch nicht mehr, aber lustig war es trotzdem! Wer es trotzdem probieren will - wir hatten Pegel Isperdorf 178 cm, Zwettl Bahnbrücke ca. 230 cm.

Walter Mück

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