Einstieg: Kraftwerk Agonitz. Linkes Ufer. Über eine sehr steile Böschung werden die Boote unterhalb des Kraftwerkes zu Wasser gelassen.
Ausstieg: Straßenbrücke oberhalb der Haunoldmühle. Abzweigung nach Molln. Rechtes Ufer. Parkplatz für Touren zur Grünburger Hütte.
Pegel: Pegel Klaus: 1.40m
Gruppe: Klein- und Großgruppen. Auch für Solofahrten geeignet.
Ausrüstung: WW-Ausrüstung komplett
Schnelle Strömung erfasst die Boote bereits beim Einstieg. Nach ca. 500m taucht die erste Schlüsselstelle der unteren Steyr im Blickfeld auf. Das "Agonitzer Knie". Damit das Knie tatsächlich durchfahren wird, muss eine niedrige Stufe rechts abgefahren werden. Das rechts befindliche Kehrwasser rührt ordentlich um, und hat während der Sommerferien so manchen Schlauchboottouristen nach erfolgter Einfahrt die Ausfahrt erschwert. Am Ausgang dieser bewegten Flussstelle folgen eine kleine Walze und sehr schöne Verschneidungen. Für Spielbootfahrer eine durchaus lohnende Stelle. Bis zur zweiten schwierigeren Stelle kann in den Kehrwassern der breiten Konglomeratschlucht ordentlich geübt und gespielt werden. Nach einem flotten Schwall taucht die Mollner Brücke auf. Am rechten Ufer befindet sich eine Schotterbank. Durch diese verjüngt sich bei normalen Wasserständen die untere Steyr und durchströmt sehr heftig den "Mollner Schwall". Schon in der Einfahrt empfiehlt es sich, die sicherste Route der Hauptströmung zu wählen. Daher möglichst links halten. Verspielte Typen können vor dem ersten Brecher das kleine linke Kehrwasser einnehmen. Aber auch nach dem Schwall gibt es mehrere lohnende Kehrwasserbuchten. Nach der Mollner Brücke folgt nach einer Linkskurve die ultimative Spielstelle für "playboater". Eine umspülte Felsrippe erstreckt sich vom linken Ufer in Richtung einer mächtigen Schotterbank. Dahinter Kehrwasser. Damit auch entsprechend geübt werden kann, fehlt die zünftige Walze nicht. Kerzen sind auf Grund des nach unten drückenden Wassers kein Problem. Auch übervertikale Figuren können durch eine Kenterrolle abgeschlossen werden. Das Wasser ist tief genug. Für Spielbootanfänger jedoch geeigneter ist die Übungsstelle ca. 20 m flussabwärts - linkes Ufer. Bis zur Mündung der Krummen Steyrling (rechtes Ufer) sind keine nennenswerten Schwierigkeiten zu vermerken, wenngleich noch immer sehr nette Kehrwasser ihre Aufwartung machen. Die Schotterbank im Mündungsbereich der Krummen Steyrling liegt relativ lange in der Sonne. Dies ist auch der Grund, warum in der warmen Jahreszeit entsprechende Besucherfrequenz feststellbar ist. Die Steyr biegt nun nach links ab und entzieht sich somit dem Einfluss der Sonneneinstrahlung. Schattig und kühl ist es nun bis zur Talerweiterung bei der Mündung des Schmiedleithenbaches. Eine markante, senkrecht aufsteigende Konglomeratwand erhebt sich direkt gegenüber am rechten Ufer. Kurz darauf teilt sich der Fluss in drei Arme. Erstbefahrern wird jedoch empfohlen, den äußerst rechten anzusteuern. Hier befindet sich ein einzigartiges Naturdenkmal, welches vor Jahren durch die beabsichtigte Erweiterung eines Mollner Schotterunternehmens massiv bedroht war. Engagierten Naturschützern ist es zu verdanken, dass dieses Naturjuwel erhalten blieb. Die "RINNENDE MAUER". Grundwasser sickert auch in trockenen Sommern durch das Gestein und oft fingerdick tritt das Wasser aus dem Fels. Seltene Moose und andere Vegetationsformen überziehen diesen Wandabschnitt. Bitte nicht betreten! Die Kehrwasser erlauben eine ehrfurchtsvolle Betrachtung! Nach dem Vereinigung mit dem dritten und letzten Arm kann auf der Schotterbank am linken Ufer angelandet werden. Vielleicht warten Freunde, die mit dem Fahrrad den Steyrtalradweg benutzten und haben Durstlöscher mitgebracht. Auch Lagerfeuer können hier entfacht werden, sofern der Müll mitgenommen wird. Schöne Verschneidungen und schnelle Strömung gibt es anschließend bei der am rechten Ufer befindlichen Prallwand. Stark kohlensäurehältige Getränke daher bei der vorangegangenen Rast möglichst vermeiden. Der nachfolgende Flussabschnitt zeigt sich im ähnlichen Bild wie schon bekannt. Hervorzuheben sind daher nur die Spielstellen (Kehrwasser und Schwall) auf Höhe des Dorngrabens. Bevor die Steyr die Konglomeratschlucht endgültig verläßt, stürzt sie sich noch über eine letzte IIIer Stelle. Am linken Ufer liegt ein isolierter Konglomeratblock. Bei herbstlichem NW ist eine leichte Auskolkung erkennbar. Bei hohem Wasserstand bildet sich hingegen ein markantes Prallpolster. In der Mitte, der Strömungszunge folgend, kann problemlos abgeritten werden. Wer das linke Kehrwasser möglichst hoch erwischen will, der muss im höchsten Brecher versuchen auszuschlingen. Diese Stelle ist bedingt surftauglich, die Seilfähre jedenfalls kann nirgends besser geübt werden als hier. Die Schwierigkeiten sind ab jetzt vorbei, sodass viele "Kajoten" (andere Bezeichnung für Kanuten, Kojoten, Chaoten, ...) an jener Stelle den Fluss verlassen, wo die begleitende Bundesstraße den niedrigsten Punkt erreicht. Das "Gasthaus Priller" auf der linken Uferseite bietet auch jetzt wieder die Möglichkeit zur Einkehr. Solofahrer können hier ihr Auto parken und mit dem Autobus zur Haltestelle Agonitz überstellen. Das Boot und die Ausrüstung sollten jedoch vorher dorthin gebracht werden. Wer Geld sparen will, der kann mit dem Fahrrad auf dem Steyrtalradweg (alte Steyrbahntrasse) bis nach Agonitz oder weiter zum KW Steyrdurchbruch, zur Brücke Frauenstein oder gar nach Klaus radeln.
Da die Autos am Parkplatz bei der Brücke Haunoldmühle abgestellt wurden, muss noch 1km weitergefahren werden. Zwei unschwierige Schwälle sind noch zu durchfahren und vor der Brücke wird am rechten Ufer ausgestiegen. Beim Überqueren der Straße ist Vorsicht geboten! Das Gefahrenzeichen "Achtung Paddler" gibt es in der StVO noch nicht!
noch dazu weiß der Autofahrer nicht, aus welcher Richtung der Paddler kommt -
WW I - III, 10 km, 2 Stunden (ohne Spiele und allzu lange Pausen)









Achtung an alle Paddler:
Parkmöglichkeit besteht nur im oberen Bereich: ein eigener Parkplatz ist eingerichtet. Man kann daher im unteren Bereich das Boot nur entladen und dann das Auto oben parken.
Dort, wo die Boote zu Wasser gelassen werden ist angrenzend Privatbesitz und auch eine Privatstraße in die Siedlung hinein. Damit sich die Bewohner dort nicht belästigt fühlen wird ersucht, sich dementsprechend zu verhalten. Das gewährleistet auch weiterhin den freien Zugang.
Liebe Grüße an alle Paddler - der nächste Frühling kommt bestimmt.
Elisabeth
Warum bis auf den Frühling warten- war heute dort. Find die Tafel schon ulkig wo die Anrainer sich über den angeblich liegengebliebenen Dreck aufregen, auch das Geschriebene an der Hauswand- und dann entsorgen sie ihre Asche vom Heizungsofen wo sie anscheinen Holzpaletten geheizt haben, mitsamt den Nägeln direkt an der Einstiegsstelle bei den Betonstufen direkt in den Fluß- denen sollte man auch mal einen "Denkzettel" verpassen.
ACHTUNG: Das Kraftwerk Haunoldmühle wurde umgebaut! Früher war es bis zu einem gewissen Pegel für manch Paddler_innen üblich, das Kraftwerk Haunoldmühl direkt anzufahren und das Boot über die trockene Wehranlage zu tragen. Da die Wehranlage abgetragen und neu aufgebaut wurde ist das nicht mehr wie früher möglich, ich habe noch keine Informationen über die neuen Gegebenheiten.
ACHTUNG: Das Kraftwerk Haunoldmühle wurde umgebaut! Früher war es bis zu einem gewissen Pegel für manch Paddler_innen üblich, das Kraftwerk Haunoldmühl direkt anzufahren und das Boot über die trockene Wehranlage zu tragen. Da die Wehranlage abgetragen und neu aufgebaut wurde ist das nicht mehr wie früher möglich, ich habe noch keine Informationen über die neuen Gegebenheiten.