Einstieg: Die oberste Einstiegstelle befindet sich beim Almtalerhaus in der Hinteren Hetzau. Bis zu dieser ÖAV-Hütte kann auf einer schmalen Schotterstraße mit Autos zugefahren werden. Großer Parkplatz direkt vor dem Haus. Die Boote durch den Gastgarten zum darunter liegenden Bachbett tragen. Beachte: die Hütte ist nur von Anfang Mai bis Mitte September bewirtschaftet. Ab 15. September ist die Straße gesperrt (Jagd- und Wintersperre). Beim WH Jagersimmerl ist dann der Straßenschranken geschlossen! Bei frühzeitigen Frühjahrsfahrten daher die Boote vom Parkplatz "Jagersimmerl" Richtung Almtalerhaus schleppen.
Ausstieg: Falls nur der Straneggbach befahren wird, kann bei der ersten Almbrücke nach der Mündung am rechten Ufer ausgestiegen werden. Schmale Forststraße!
Pegel: Almpegel Grünau: Minimum: 145cm
Gruppe: Auf Grund der Enge des Bachbettes nur für Kleinstgruppen geeignet! Im obersten Abschnitt keine Anfängertour!
Ausrüstung: Komplette WW-Ausrüstung erforderlich!
Oberhalb des Almtalerhauses sind inmitten weiter Schotterfelder die zahlreichen Arme des Straneggbaches nur schwer auszunehmen. Will man nicht in einer der vielen Sackgassen vergammeln, dann sollte der am besten fahrbare Bachstrang ausfindig gemacht werden. Da die Zubringerrinnsale das mitgeführte Material noch nicht entsprechend bearbeiten konnten, ist das Geschiebe sehr scharfkantig. Da der Stranegg (994m) mit seinen Abhängen von Westen an den Bach herantritt wird das Wasser in einen engen Kanal gepresst. Wildbachverbauer haben an dieser Stelle Geröllbremsen aus Holzstämmen eingebaut. Mehrere Stufen bremsen die Fließgeschwindigkeit. Die Unterläufe erfordern verstärkte Stützarbeit und bei entsprechender Wassertiefe sind Rückwärtskerzen keine Seltenheit. Nach den Geröllbremsen, der Bach gräbt sich tiefer ein, tritt das natürliche Erscheinungsbild wieder in den Vordergrund. Kehrwasser sind so gut wie keine vorhanden! Dort, wo der Straneggbach in eine klammartige Engstelle eintritt, sollte schon bei der Fahrt zum Einstieg der mögliche Ausstieg festgelegt werden. Im Juni 1999 drückte das Wasser unter die Querbalken eines zusammengebrochenen Holzwehres. Da die zwei nachfolgenden sehr hohen Betonrutschen eine Befahrung ebenfalls fraglich erscheinen lassen, ist die Umtragung mehr als überlegenswert. Über eine steile Waldböschung werden daher die Boote am rechten Ufer zur Straße hochgetragen und nach der insgesamt 10 - 12m hohen Hochschaubahn alpiner Wildbachregulierung wird im Tosbecken der zweiten Rutsche wieder zugestiegen. Die Verblockung bleibt bestehen und nach ca. 300m Fahrt folgt in einer Linkskurve eine weitere Schlüsselstelle. Eine Prallwand am rechten Ufer ist mit Holzstämmen zusätzlich verbaut, sodass sich ein kleines Prallpolster bilden kann. Sehr enger Durchlauf. Kurz darauf folgt der letzte nennenswerte Abfall. Zwei große Felsblöcke verengen das Bachbett und in der dadurch bedingten Stufe liegt genau in der Fahrmitte ein die Durchfahrt behindernder Felsblock. Ein rechts davon ausgebildeter Schlitz erlaubt die Abfahrt. Der Straneggbach verliert ab nun die Schwierigkeiten. Das Gefälle nimmt merkbar ab, die Schotterablagerungen nehmen somit zu und bis zur Mündung in die Alm präsentiert sich ein mäandrierender einfach zu befahrender Waldfluss. Da der Straneggbach zu den eher kurzen Flüssen zu zählen ist, empfiehlt es sich, auf der Alm bis nach Grünau weiterzupaddeln.









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