Passau – Linz 16.-17.August 2006
Robert Meißl, Faltboot Klepper Aerius II Bj. 1960
Kursiv geschriebene Teile sind Zitate aus meinem Reisetagebuch.
15.8.06, 01:00
Anreise zum Kraftwerk Ingling am Inn, Ankunft um 01:00
Erste Besichtigung der Einstiegstelle…genügend Wasser vorhanden!
Schlafen im Auto…leider genau neben dem Bahndamm, an
Schlaf war fast nicht zu denken!
16.8.06, 6:00
Morgennebel, eine Läuferin…Sonnenaufgang
Boot runter vom Dach, aufs klappbare Transportwagerl und
alles Zeugs sortieren.
Eine Menge Utensilien haben sich angesammelt…wie sich später
herausstellen wird, hätte ich die Hälfte leicht zu Haus lassen können.
Ca. 1 Meter hohe Sandanschwemmung vom letzten Hochwasser machen
das zu Wasser lassen zum Vergnügen…alles weich und die empfindliche
Haut aus dem Jahr 1960 bleibt unbeschadet.
Boot beladen…puh…alles hat seinen Platz…
9:00, StrKm 2229, ich sitz im Oldtimer und fahr in die Strömung, sauber, laut Karte 7km/h
Es zieht mich herrlich Richtung Donau.
Resume: zuviel Zeug, falsch verpackt, Essen nicht vorher besorgen,
wunderbare Welt, bin allein und genieß es in vollen Zügen!
Einige Felsen kommen in den Weg und ein Strudel schiebt mein
Heck ordentlich quer…im Wildwasserkajak wär ich schwimmen
Gegangen…der Aerius ist allerdings so gutmütig und tut nichts
dergleichen!
3 Brücken hindurch…bei der letzten schrecke ich etwas auf, ist das eine
Wehr? Ich lande kurz und sehe mir die Durchfahrt schnell an, der Wasserstrom
Ist so schnell dass zwischen den Brückenpfeilern ein Schwall entsteht sonst nichts.
Also weiter, Photos machen…
Die Donau, momentan wird aus den 2 Flüssen ein großer See mit Halbinsel, der
Blick zurück ist echt wunderbar. Gleich danach kommt rechtsseitig die Soldatenau, eine
Wunderbare Sandbank empfängt mich! Photos…hier könnte ich Tage verbringen!
Nächste Station, 10:45, Lindau, StrKm 2223
Anlanden und beim Lidl einkaufen gehen, das Ufer ist für Faltboote ungeeignet, Hohe
Spundwände für die Großen Dampfer und Steine…ich lasse das Boot im Wasser
und hänge es mit Leinen an die Spundwand…in der Hoffnung, dass bis zu meiner
Rückkehr kein Schiff die Landestelle verlässt oder ankommt. Würde das sein, könnte
Ich mein altes Boot sicher nur noch in zerbrochenen Einzelteilen auffischen.
Alles ist in Ordnung, ein Passagierschiff in Sicht als ich wieder beim Wasser bin, Hose
Rauf und das FB festhalten, jede Welle wollte das Boot auf die rostigen Metallwände werfen.
Speisen verstaut und weiter der Strömung folgend…
Unterwegs bin ich mit Plane als Dach, Plane als Unterlagen, alter Militärplane
aus Baumwolle für drauf, Isomatte, Schlafsack, Kochgeschirr, Gaskocher,
Hackl, „keine Kaffeemaschine“…großer Fehler! Pfefferminztee vom Lidl
Muß den ersetzen.
StrKm 2220,
2 Dampfer Begegnung, Der 2te zog Surfwellen hinter sich her, mein Boot ist sehr
Träge, ich muß sehr darauf achten wo die Wellen reinkommen, achterlich und ich mach Tempo um Steuerbar zu bleiben. Freundliche Radfahrer und Schiffspassagiere.
Leichter Ostwind kommt auf…Hoffentlich ändert sich das! Ich brauche Westwind!
11:45 kurz vor Erlau, Ost legt zu, mache ohne Paddel fast keine Fahrt.
12:08, Erlau liegt 8er aus, denke langsam, dass Engelhartszell als Tagesziel realistisch ist. Lasse mich treiben, Ost schläft ein. Ersten Maiskolben verspeist, denke mit den 6 Würsten vom Lidl komm ich aus, Brot hab ich vergessen.
13:00, Oberzell, mächtiger Schwell nach Linienschiff
Kasten kommt in Sicht, und dazu setzt Regen ein…Bei einer Steinstiege in Kasten steige ich aus und hole die wasserdichte Paddlerjacke aus den 60Jahren raus.
Gegen den aufkommenden Ost im strömenden Regen weiter Richtung KW Jochenstein.
Umsetzanlage sehr spät angeschrieben, kein Vorwegweiser!
Bootwagen nur zu zweit bedienbar, setze mit eigenem über, 3 Möglichkeiten zum einsetzen, die erste hab ich genommen…keine Ringe zum Boot fest machen!
Um den Jochenstein herum paddle ich ordentlich gegen die Strömung…dann zieht mich der Rücklauf bereits Richtung Schleusenkammen…nix wie raus in die Strömung!
Ich treibe bei 5Km/h und schreibe, die Sonne lacht mir ins Gesicht…ich fahr rückwärts.
StrKm 2196, Sonne und Treiben lassen…Efeuhaus fällt mir auf
17:00, ich bin in Schlögen, Juhu! Wer hätte das gedacht!
Hab Sportradler getrunken und jetzt Sodbrennen wie Sau.
Ich fahr noch um die Kurve und dann schau ich wegen einem geeigneten Schlafplatz.
Ich hab wild campiert…doch dazu später.
Beim einfahren in die Schlögener Schlinge dachte ich nicht wie weit ich wirklich noch fahren werde…immer wieder wunderschöne Stücke Landschaft, Motorboote mit Wasserschifahrern, Dicke Verdränger aus aller Herren Länder.
Die Schlinge im Abendlicht, perfekt! Alles ist ausgeleuchtet und wunderbar warm!
So, ich habe mich entschlossen durch zu fahren und am Kletterfelsen oberhalb von Aschach zu schlafen! Ich schau mir die Karte leider nicht genau genug an und vertu mich um einige StrKm…Verwechsle zu meiner Schande Ober- und Untermühl…also Planänderung, es wird Abend.
Bei StrKm 2177 komm ich aus dem Wasser, einige 100 Meter unterhalb schlage ich mein Nachtlager auf.
Plane ohne dazugehörige Stangen nie wieder, Buchenbrennholzstoß zufällig nebenan, ich wollte um 20:00 das Feuer brennen haben…na 20 Minuten überzogen, Suppe am Gaskocher gemacht.
Telefon einschalten mit zuhause gesprochen…ich merk dass ich total groggy bin.
Etwas trinken, Feuer aus und schlafen, ich bin erledigt…21:11
Statistik: 9:00-18:38, 62Km, 0,5 Std Einkaufen, 0,5 Std Photos, ca. 8,30 Std Paddeln
2ter Tag: 17:08:2006, 6:30
Schwan grunzt vor der Haustü
Robert Meißl, Faltboot Klepper Aerius II Bj. 1960
Kursiv geschriebene Teile sind Zitate aus meinem Reisetagebuch.
15.8.06, 01:00
Anreise zum Kraftwerk Ingling am Inn, Ankunft um 01:00
Erste Besichtigung der Einstiegstelle…genügend Wasser vorhanden!
Schlafen im Auto…leider genau neben dem Bahndamm, an
Schlaf war fast nicht zu denken!
16.8.06, 6:00
Morgennebel, eine Läuferin…Sonnenaufgang
Boot runter vom Dach, aufs klappbare Transportwagerl und
alles Zeugs sortieren.
Eine Menge Utensilien haben sich angesammelt…wie sich später
herausstellen wird, hätte ich die Hälfte leicht zu Haus lassen können.
Ca. 1 Meter hohe Sandanschwemmung vom letzten Hochwasser machen
das zu Wasser lassen zum Vergnügen…alles weich und die empfindliche
Haut aus dem Jahr 1960 bleibt unbeschadet.
Boot beladen…puh…alles hat seinen Platz…
9:00, StrKm 2229, ich sitz im Oldtimer und fahr in die Strömung, sauber, laut Karte 7km/h
Es zieht mich herrlich Richtung Donau.
Resume: zuviel Zeug, falsch verpackt, Essen nicht vorher besorgen,
wunderbare Welt, bin allein und genieß es in vollen Zügen!
Einige Felsen kommen in den Weg und ein Strudel schiebt mein
Heck ordentlich quer…im Wildwasserkajak wär ich schwimmen
Gegangen…der Aerius ist allerdings so gutmütig und tut nichts
dergleichen!
3 Brücken hindurch…bei der letzten schrecke ich etwas auf, ist das eine
Wehr? Ich lande kurz und sehe mir die Durchfahrt schnell an, der Wasserstrom
Ist so schnell dass zwischen den Brückenpfeilern ein Schwall entsteht sonst nichts.
Also weiter, Photos machen…
Die Donau, momentan wird aus den 2 Flüssen ein großer See mit Halbinsel, der
Blick zurück ist echt wunderbar. Gleich danach kommt rechtsseitig die Soldatenau, eine
Wunderbare Sandbank empfängt mich! Photos…hier könnte ich Tage verbringen!
Nächste Station, 10:45, Lindau, StrKm 2223
Anlanden und beim Lidl einkaufen gehen, das Ufer ist für Faltboote ungeeignet, Hohe
Spundwände für die Großen Dampfer und Steine…ich lasse das Boot im Wasser
und hänge es mit Leinen an die Spundwand…in der Hoffnung, dass bis zu meiner
Rückkehr kein Schiff die Landestelle verlässt oder ankommt. Würde das sein, könnte
Ich mein altes Boot sicher nur noch in zerbrochenen Einzelteilen auffischen.
Alles ist in Ordnung, ein Passagierschiff in Sicht als ich wieder beim Wasser bin, Hose
Rauf und das FB festhalten, jede Welle wollte das Boot auf die rostigen Metallwände werfen.
Speisen verstaut und weiter der Strömung folgend…
Unterwegs bin ich mit Plane als Dach, Plane als Unterlagen, alter Militärplane
aus Baumwolle für drauf, Isomatte, Schlafsack, Kochgeschirr, Gaskocher,
Hackl, „keine Kaffeemaschine“…großer Fehler! Pfefferminztee vom Lidl
Muß den ersetzen.
StrKm 2220,
2 Dampfer Begegnung, Der 2te zog Surfwellen hinter sich her, mein Boot ist sehr
Träge, ich muß sehr darauf achten wo die Wellen reinkommen, achterlich und ich mach Tempo um Steuerbar zu bleiben. Freundliche Radfahrer und Schiffspassagiere.
Leichter Ostwind kommt auf…Hoffentlich ändert sich das! Ich brauche Westwind!
11:45 kurz vor Erlau, Ost legt zu, mache ohne Paddel fast keine Fahrt.
12:08, Erlau liegt 8er aus, denke langsam, dass Engelhartszell als Tagesziel realistisch ist. Lasse mich treiben, Ost schläft ein. Ersten Maiskolben verspeist, denke mit den 6 Würsten vom Lidl komm ich aus, Brot hab ich vergessen.
13:00, Oberzell, mächtiger Schwell nach Linienschiff
Kasten kommt in Sicht, und dazu setzt Regen ein…Bei einer Steinstiege in Kasten steige ich aus und hole die wasserdichte Paddlerjacke aus den 60Jahren raus.
Gegen den aufkommenden Ost im strömenden Regen weiter Richtung KW Jochenstein.
Umsetzanlage sehr spät angeschrieben, kein Vorwegweiser!
Bootwagen nur zu zweit bedienbar, setze mit eigenem über, 3 Möglichkeiten zum einsetzen, die erste hab ich genommen…keine Ringe zum Boot fest machen!
Um den Jochenstein herum paddle ich ordentlich gegen die Strömung…dann zieht mich der Rücklauf bereits Richtung Schleusenkammen…nix wie raus in die Strömung!
Ich treibe bei 5Km/h und schreibe, die Sonne lacht mir ins Gesicht…ich fahr rückwärts.
StrKm 2196, Sonne und Treiben lassen…Efeuhaus fällt mir auf
17:00, ich bin in Schlögen, Juhu! Wer hätte das gedacht!
Hab Sportradler getrunken und jetzt Sodbrennen wie Sau.
Ich fahr noch um die Kurve und dann schau ich wegen einem geeigneten Schlafplatz.
Ich hab wild campiert…doch dazu später.
Beim einfahren in die Schlögener Schlinge dachte ich nicht wie weit ich wirklich noch fahren werde…immer wieder wunderschöne Stücke Landschaft, Motorboote mit Wasserschifahrern, Dicke Verdränger aus aller Herren Länder.
Die Schlinge im Abendlicht, perfekt! Alles ist ausgeleuchtet und wunderbar warm!
So, ich habe mich entschlossen durch zu fahren und am Kletterfelsen oberhalb von Aschach zu schlafen! Ich schau mir die Karte leider nicht genau genug an und vertu mich um einige StrKm…Verwechsle zu meiner Schande Ober- und Untermühl…also Planänderung, es wird Abend.
Bei StrKm 2177 komm ich aus dem Wasser, einige 100 Meter unterhalb schlage ich mein Nachtlager auf.
Plane ohne dazugehörige Stangen nie wieder, Buchenbrennholzstoß zufällig nebenan, ich wollte um 20:00 das Feuer brennen haben…na 20 Minuten überzogen, Suppe am Gaskocher gemacht.
Telefon einschalten mit zuhause gesprochen…ich merk dass ich total groggy bin.
Etwas trinken, Feuer aus und schlafen, ich bin erledigt…21:11
Statistik: 9:00-18:38, 62Km, 0,5 Std Einkaufen, 0,5 Std Photos, ca. 8,30 Std Paddeln
2ter Tag: 17:08:2006, 6:30
Schwan grunzt vor der Haustü




